Euromos in Karien

 

     
 

 

Der Tempel des Zeus Lepsynos  
   

Euromos war nach dem benachbarten, etwa zehn Kilometer entfernten Mylasa (heute Milas) wichtigste Stadt Kariens. Mitte des 5. vorchristlichen Jahrhunderts war Euromos Mitglied des Delisch-Attischen Seebundes. Laut vor Ort aufgestellter Tafel lautete der Name der Stadt im 5. Jh. v. Chr. "Cyramos" oder "Hyramos".
König Maussolos II, bekannt durch das nach ihm benannten Weltwunder der Antike dem Mausoleum von Halikarnassos trug im 4. Jahrhundert v. Chr. mit seiner Hellenisierungspolitik wohl zur Stärkung des Ortes bei.

Euromos scheint seine Unabhängigkeit bewahrt zu haben, bis die Nachbarstadt Mylasa 167 v. Chr. gegen die Beherrschung durch das griechische Rhodos rebellierte und anschließend die Kontrolle auch über das Gebiet von Euromos übernahm.
Euromos bildete Allianzen mit dem römischen Reich, mit Rhodos und mit der karischen Stadt Iasos, wodurch es in hellenistischer und römischer Zeit wuchs und florierte.

 
   

 
Blick ins Tempelinnere  
   

In den 1970ern wurden Ausgrabungen und Restaurierungsarbeiten begonnen, aber bis heute nicht beendet. Der Tempel des Zeus Lepsynos aus dem zweiten Jahrhundert n. Chr. gilt als einer der sechs besterhaltenen Tempel von Asien, obwohl seine Verzierungen anscheinend nicht ganz fertig geworden sind.
Von den ursprünglich 32 korinthischen Säulen steht die Hälfte noch aufrecht und trägt Teile des Gebälks.

 
   

 

Inschrift für den Sponsor der Säule

 
   

Inschriften erinnern an die Stifter und die Steinmetze aus dem damaligen Zeusheiligtum Labraunda haben mit der Doppelaxt (Labrys) mehrfach ihr Zeichen gesetzt.

 
   

 
Das Theater  
   

 
Erhaltene Sitzreihen  

 

 

Von der einstigen Stadt sind heute nur wenige Reste zu sehen. Teile der Stadtmauer, Reste eines Theaters und einer Agora sind in der Nähe des Theaters auszumachen. In der weiteren Umgebung sind einige Gräber zu finden. Das Theater ist noch nicht ausgegraben. Z.Z. sind nur wenige Sitzreihen erkennbar.

 

 

 
 
Reste der Stadtmauer  

 

 

 

Wachturm der der Stadtmauer

 

 

   

 

   
Fotos: @chim    
Quelle: Wikipedia u.a.