Das Gebiet der heutigen Türkei ist von zahlreichen Völkern und Reichen bewohnt, regiert oder durchzogen worden, die Festungen und Herrschersitze hinterlassen haben. Die älteste bekannte Stadtbefestigung ist die Zitadelle in der zweiten Schicht von Troja aus der ersten Hälfte des dritten Jahrtausends v. Chr., deren Erbauer nicht näher bekannt sind. Danach entstanden Bauten möglicherweise der Hurriter, sicher der Luwier und Hethiter, meist ummauerte Stadtkerne, die sowohl die Residenzen der Herrscher enthielten als auch der Bevölkerung im Gefahrenfall als Zuflucht dienten. Ähnlichen Zwecken dienten die darauf folgenden Akropolen der Phryger, Lyder, Urartäer, Griechen und Römer.
Ein großer Teil davon hat schon den Charakter von mittelalterlichen Burgen, wie die ab dem fünften Jahrhundert entstandenen byzantinischen Bauten. Die nach der Jahrtausendwende durchziehenden Kreuzritter übernahmen vorhandene Festungen, bauten aber auch neue. Gleiches gilt für Armenier und Seldschuken, die etwa zur gleichen Zeit nach Anatolien kamen, sowie für deren Nachfolger, die Osmanen.

 

Weitere Burgen in Vorbereitung

   
               
       
 

Afyonkarahisar

  Alanya (Korakesion)  

Alarakale

 

Amasya

 

Um 1350 vor Chr. von den Hethitern erbaute Befestigungsanlage.

 

Bereits im 3. Jh. v. Chr. begonnene und später immer weiter ausgebaute Festung.

 

Byzantinische Burganlage hoch über dem Fluss Ulugüney Çayı.

 

Die Festung wurde auf den Fundamenten einer kleinen Befestigung der Hethiter errichtet.

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  Anamur   Ankara   Antiochia ad Cragum   Bayburt
  Mittelalterliche Burganlage auf den Resten einer römischen Festung   Die Zitadelle von Ankara wurde bereits von den Hethitern als Militärgarnison erbaut.   Erbaut von den Römern, ausgebaut von Byzantinern und dem Kleinarmeniern.   Osmanische Festung auf urartäischem und seldschukischem Vorgängerbau.
 

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  Bodrum   Çavuştepe   Çorum   Fethiye
  Fast vollkommen erhaltene mittelalterliche Kreuzritterburg.   Die Überreste der urartäischen Festung Šardurihinili.    Ursprünglich seldschukisches Bauwerk des Sultans Kılıç Arslan.   Kreuzritterburg des Johanniterordens aus dem 15. Jahrhundert.
 

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  Hoşap   Kaleköy (Simena)   Kaunos   Kiz Kalesi
  1643 auf Resten einer urartäischen Befestigung errichtete kurdische Burganlage.   Mittelalterliche Kreuzfahrerburg des Ritterordens der Johanniter aus Rhodos.   Keine Burganlage im klassischen Sinne, aber befestigter Rückzugsort der Stadtbewohner.   Kleinarmenische Festung. Im 12./13. Jh. errichtet und wenig später ausgebaut
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  Korykos Kalesi   Kuşadası   Marmaris   Mut
  Auf römischen Fundamenten errichtete spätbyzantinische Burganlage.   Osmanische Burganlage auf Grundlage einer alten byzantinischer Befestigung.   Osmanische Burganlage auf Grundlage einer hellenistischen Befestigung.   Burganlage der Karamaniden auf Grundlage einer alten byzantinischer Befestigung.
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  Selçuk   Selinus (Gazipaşa)   Silifke   Softa (Bozyazı)
  Von den Seldschuken ausgebaute, ursprünglich  byzantinische Festung.   Kleinarmenische Festung aus dem 12. Jahrhundert.   Byzantinische Burganlage an Stelle der antiken Akropolis. Später Kreuzfahrer und andere.   In byzantinischer Zeit befestigte Fluchtburg, vom kleinarmenischen Königreich ausgebaut.
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  Tlos   Tokmar   Trabzon   Van
  Winterresidenz des osmanischen Gouverneurs Kanlı Ali Ağa, "Blutiger Ali" genannt.   Burganlage kleinarmenischen Ursprungs. Vermutlich identisch mit der Burg Norpert.   Mit Mauern befestigte römische Akropolis aus dem Ende des 1. oder 2. Jahrhundert n. Chr.   Urartäische Burganlage aus der Regierungszeit  des Königs Sarduri I. (834 bis 825 v. Chr.)
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